Kolloide und AUZ

Kolloide sind nicht neu, aber das Verständnis und die kontrollierte Synthese von Kolloiden haben in den letzten Jahrzehnten enorm an Dynamik gewonnen. Die historische Forschung reicht jedoch Jahrhunderte zurück.

Die moderne Kolloidwissenschaft hilft uns nicht nur, Vorgänge in der Natur zu verstehen; sie eröffnet auch zahlreiche und vielfältige technologische Anwendungen. Kolloide haben erheblichen Anteil an der Entwicklung neuer Farbstoffe und Lacke, für Hochleistungsmaterialien und in der Pharmazie. Der Größenquantisierungseffekt und sein Einfluss auf photokatalytische, photochemische, photovoltaische und nichtlineare optische Eigenschaften hat ein enormes Spektrum an interessanten Anwendungen hervorgebracht.

Bereits heute gibt es eine Vielzahl von Produkten, die sich kolloidale Eigenschaften zunutze machen. Die Palette der Anwendungen reicht von Reinigungsmitteln, Lacken, Farbstoffen, modernen Tinten und pharmazeutischen Produkten bis hin zu anorganischen Additiven, organischen Pigmenten und Polymeren – kolloidale Systeme werden in allen Bereichen der modernen Chemie eingesetzt und bringen ständig neue Produkte mit verbesserten (und oft einstellbaren) Eigenschaften hervor.

Nanolytics verfügt über leistungsstarke Analysegeräte und Kenntnisse bei der Charakterisierung von kolloidalen Partikeln. Neben anderen Methoden hat sich die Analytische Ultrazentrifugation (AUZ), unsere Kernkompetenz, als die mächtigste Charakterisierungsmethode erwiesen – sie liefert nicht nur Informationen über die Größe, sondern auch über Masse, Dichte, Wechselwirkungen zwischen den Partikeln und hydrodynamische Eigenschaften. Dies gilt sowohl für einfache, harte Kugeln als auch für komplexe Strukturen wie Mizellen und Vesikel.

Der Größenbereich für Kolloide wird gewöhnlich mit 1 bis 1000 nm angegeben. Während die untere Grenze für die AUZ keine Beschränkung darstellt, können Partikel, die größer als 200-500 nm sind (je nach ihrer Beschaffenheit), mit handelsüblichen Detektoren nicht nachgewiesen werden. Wir verfügen jedoch über eine AUZ mit einem einzigartigen Trübungsdetektor, der den Nachweis von Partikeln bis zu einer Grüße von 10 µm ermöglicht.